Balkonkraftwerk – Zuwachs bekommen
Unser bereits bestehendes BKW bekam unerwarteten Zuwachs. Klingt lustig, ist aber so… 😉
Doch nach und nach. Unser Haus liegt ja mit der Längsseite im Hang, der Garten und die Terrasse der Einliegerwohnung im Kellergeschoss, in verschatteter Nordausrichtung. Steht man vor unserem Eingang im Erdgeschoss und schaut nach rechts sieht man auf eine Wand mit hässlichen Glasbausteinen als Windschutz und den Durchgang zur Außentreppe. Da auch kein Stromanschluss in Richtung Süd und West liegt, sah ich lange keine Möglichkeit, dort trotz eigenem Zähler ein BKW zu installieren. Die Holde™ und ich waren schon lange auf der Suche nach einer Möglichkeit die Glasbausteinsünde der 70er zu verkleiden. Alle Lösungen dazu, egal ob aus Alu oder Holz, lagen so bei 600,00 bis 1000,00 €. Dann kam mir irgendwann die Idee, man könnte ja auch zwei Module davor „nageln“ und damit macht sich die Verblendung sogar irgendwann mal bezahlt. Win-Win für Hausbesitzer. 🙂
So montierte ich zwei PV-Aluschienen von je 2,40 m Länge mittels Stockschrauben und Ankerblech rechts und links der Glasbausteine auf der Wand. Die Stockschrauben wurden mittels Ankerhülsen und Injektionsmörtel eingesetzt. Das hält bombensicher. Daran wurden die beiden Module mittels End- und Mittelklemmen befestigt. Somit stehen die Module 90° senkrecht in Westausrichtung.

Durch die Ausrichtung und Teilverschattung ist natürlich kein überragender Ertrag zu erwarten. Das ist uns schon klar. Da es Bifazialmodule sind, gibt es aber trotz Glasbausteinen schon morgens kleinen Ertrag, welcher sich im Laufe des Tages steigert. Jetzt in den Sommermonaten bringt es bei Sonnenschein gute 1,5 kWh pro Tag. Gespannt bin ich mal auf die Ergebnisse an sonnigen Wintertagen. Dann liegt die tiefstehende Sonne fast den gesamten Nachmittag drauf.

Ich halte euch mal in unregelmäßigen Abständen auf dem Laufenden. Vielleicht regt es ja auch den ein oder anderen der Leser dazu an, unkonventionell zu denken und die Grundlast seines Stromverbrauchs zu senken.